Umgangsformen für Asien-Reisen: Das liebe Geld

Rupien, Som, Dong und Kip

Ein Kulturschock ist in Asien nahezu unvermeidlich – die größten Fettnäpfchen dagegen schon. „Wer ein paar Grundregeln beherzigt, dem stehen in Asien alle Türen offen“, so Rüdiger Lutz, Chef des Münchner Reiseveranstalters Asien Special Tours.

Asien Special Tours, die in diesem Jahr ihr 20jähriges Betriebsjubiläum feiern, führen ausschließlich individuell geplante Reisen durch. Der Schwerpunkt des Spezialveranstalters liegt dabei auf Myanmar, Vietnam, China und Zentralasien.

Kein Koffer voll Geld

Reisen Sie mit einer üblichen Menge Euro oder Dollar – getauscht wird am Flughafen oder in Banken. Je weiter auf dem Land, desto schlechter der Wechselkurs. In Indien ist die Ein- und Ausfuhr von Rupien sogar verboten. Gleiches gilt für den Kip in Laos. Anders in Kirgisistan und Usbekistan: die Som-Noten dürfen Sie mitnehmen – aber außer Landes will sie leider keiner.

Noch besser ist es, das Geld für die Reise erst im Zielland abzuheben. Das ist meist günstiger – aber Achtung: seit Neuestem müssen EC-Karten für die Nutzung im Ausland erst freigeschaltet werden und die sogenannten V-Pay-Karten funktionieren außerhalb Europas gar nicht. Da bleibt nur die Kreditkarte, mit der das Geldziehen eventuell teurer ist. Vorab informieren und mehrere Karten mitnehmen lohnt sich!

Der Deal mit dem Dollar

In Usbekistan sind Devisen wie Euro und Dollar beliebter als die Landeswährung, so dass man Souvenirs sogar günstiger bekommt als in der Landeswährung. Euro werden inzwischen oft noch lieber genommen als Dollar – nur keine Münzen, denn die tauschen Banken nicht. Für Trinkgeld sind deshalb Ein-Dollar-Scheine auf Dauer günstiger. Und Vorsicht, wenn Sie gebeten werden, eine Hand voll Euro-Münzen in Scheine zu wechseln – sind wirklich alle Münzen echt?

Kopf oder Zahl

In Thailand sollten Sie nie auf eine Münze treten, die auf den Boden fällt und davon zu rollen droht. Auf allen Scheinen und Münzen ist das Antlitz des Königs abgebildet. Drauftreten ist Majestätsbeleidigung, was Ihnen im günstigsten Fall nur übel genommen würde.

Verbranntes Geld?

Zerrissene Geldscheine werden Sie in Indien nicht mehr los – lassen Sie sich also auch keine andrehen. In China und Vietnam könnten Sie die Scheine noch verbrennen, das bringt dem Aberglauben nach Glück. Einheimische und Profis nehmen dafür aber Spielgeld…

Schenken Sie!

Gastfreundschaft und Geschenke gehören vor allem in Zentralasien zum Leben dazu – genießen Sie die Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit ihrer Mitmenschen und schenken Sie im Gegenzug ein paar Postkarten aus Ihrer Heimat. Ihre Fahrer freuen sich ganz besonders über Aufkleber für die Windschutzscheibe von deutschen Automarken oder deutschen Fußballvereinen – allen voran natürlich vom FC Bayern München.

Feilschen für Profis

Wer lebt, der handelt. Und feilscht. Probieren Sie’s aus! Die Grundregeln: Haben Sie Spaß, feilschen Sie nicht um jeden Preis und immer in der Landeswährung. Und: googeln Sie niemals nach, was Ihr ‚einmaliges‘ Souvenir wirklich wert ist!

Wenn Sie Ihren Schatz zu Hause zeigen wollen: Laos lässt keine Buddhas außer Landes reisen und für Antiquitäten gelten überall strenge Regeln. Wer beim Einkaufen lieber auf Nummer sicher geht, findet in den meisten Städten Läden mit ausgeschriebenen Festpreisen. Hochwertige Handarbeiten und wertvolle regionale Produkte gibt es oft an speziellen Ständen und Läden – mit Zertifikat zu Echtheit und Ausfuhrgenehmigung.

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