Wie wär’s mit Schafsaugen zum Abendessen?

Geschmacks-Umfrage: Die Lust auf kulinarische Abenteuer im Urlaub ist groß, Heuschrecken sind verführerischer als Schlangen.

Wer beim Reisen seinen Horizont erweitern und sich auf neue Abenteuer einlassen will, hat auch beim Essen Gelegenheit dazu. Welche Geschmacks- bzw. Ekel-Grenzen gibt es dabei? Das wollte Reiseführer-App Hersteller Ulmon wissen. 627 User aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben an der aktuellen Umfrage teilgenommen.

Heuschrecken werden von einigen Wissenschaftlern als nährstoffreiche Nahrung der Zukunft gepriesen. Wie schmeckt die Alternative zu Steak und Co? Das kann man etwa in Thailand ausprobieren. 54,8 Prozent der Befragten hätten durchaus Gusto auf Heuschrecken, immerhin 20,8 Prozent würden zugreifen, wenn es gerade nichts anderes gibt. Weniger verführerisch wird die gebratene Klapperschlange wahrgenommen, eine traditionelle Spezialität in einigen Teilen der USA. Immerhin 47,6 Prozent der Befragten hätten die Schlange gerne auf dem Gaumen, für 30,3 Prozent ist das ein No-Go. Mit der Zunge schnalzt so mancher Japaner, wenn er an einen Fugu denkt. Die Kugelfisch-Spezialität kann tödliches Gift enthalten, 47 Prozent der Befragten würden das Risiko eingehen.

Was der Urlauber nicht kennt…
Wie ein ausgebrütetes Vogelei schmeckt, das wollen nur 13,4 Prozent der Befragten wissen, 62,5 Prozent möchten auf keinen Fall, dass die „Balut“ genannte Spezialität in ihrem Magen landet. Schafsaugen, in manchen Teilen des Orients eine gern gesehene Spezialität, wird von 72,1 Prozent strikt abgelehnt. 17,8 Prozent würden zugreifen, wenn es nichts anderes gibt. Wie kommt es bei anderen an, wenn man sich die genannten Schmankerln einverleibt? Gar nicht so übel: Fast 92 Prozent der Befragten stört es zumindest nicht, wenn ihre Reisebegleitung etwas verdrückt, was sie selbst niemals essen würden. „Die Lust, kulinarisches Neuland zu entdecken, ist jedenfalls groß“, berichtet Ulmon-Mitbegründer Florian Kandler. „84,5 Prozent der Befragten probieren im Urlaub auch Speisen, die sie zuhause nicht essen würden.“

Wo das Wissen zum Essen herkommt
Damit man nicht unwissentlich etwas isst, was man eigentlich nie essen würde – und um keine Spezialität zu versäumen, die den eigenen Vorlieben entspricht – braucht man gute Informationsquellen. 30,1 Prozent der Befragten verlassen sich dabei am liebsten auf Bekannte zuhause, 69,1 Prozent auf Internet & Social Media. 30,1 Prozent informieren sich am liebsten in CityMaps2Go-Restaurants über landestypische Kulinarik.

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